Messer entsorgen: So machen Sie es richtig

Ausgedientes Küchenmesser, das entsorgt werden kann

Lesezeit: 2-3 Minuten

Ganz gleich, ob eine der sechs Todsünden im Umgang mit Küchenmessern oder altersbedingter Verschleiß der Grund ist – wenn ein Messer nicht mehr benötigt wird, wirft die Entsorgung meist Fragen auf.

Der richtige Ort offenbart sich nicht wie bei Plastiktüten, Zwiebelschalen oder Konservendosen, da es sich bei Küchenmessern um gefährliche Gegenstände handelt. Doch es gibt Möglichkeiten Messer zu entsorgen, ohne dabei Personen zu gefährden. Wir zeigen sie Ihnen.

Niemals schutzlos in den Hausmüll

Möchten Sie ein Küchenmesser entsorgen, so werfen Sie dieses auf keinen Fall einfach so in den Hausmüll! Auch der gelbe Sack ist nicht der richtige Ort für ungesicherte scharfe Gegenstände. Für die Mitarbeiter und auch für Sie selbst könnte das Messer im Müll sonst zu einer großen Gefahr werden.

Finden Sie keine Alternative zur Entsorgung Ihres Küchenmessers, sollten Sie es sicher verpacken. Um das Messer gefahrlos in den Restmüll werfen zu können, ummanteln Sie es mit Materialien wie Zeitungspapier, Kartonage oder Küchenkrepp. Entscheidend ist hier, die Ummantelung sehr dick um das Messer zu schichten und sie zusätzlich mit einem Klebeband zu sichern.

Selbstverständlich dürfen die genannten Ummantelungen aus Papier beim Entsorgen von Messern über den Gelben Sack nicht genutzt werden. Haben Sie jedoch ausreichend Luftpolsterfolie übrig, oder eine große Zahl Plastiktüten, können Sie das Messer hierin einwickeln und mit Klebeband sichern.

Wichtig: Nicht in jeder Stadt ist es erlaubt, Messer im Gelben Sack zu entsorgen. Um ganz sicher zu gehen, rufen Sie bei der zuständigen Behörde an. Die Fachkräfte können Ihnen in der Regel gute Tipps zum Messer entsorgen geben. Auch auf der Webseite Ihrer Gemeinde finden Sie häufig konkrete Angaben zur fachgerechten Entsorgung einzelner Gegenstände.

Alternative Möglichkeiten zum Küchenmesser entsorgen

Wie bereits erwähnt, ist die Entsorgung von Messern über Hausmüll oder Plastikmüll nicht optimal. Es gibt jedoch einige Alternativen, die auch in Ihrer näheren Umgebung vorhanden sein dürften. So fahren des Öfteren Schrottsammler durch die Straßen, um Altmetall einzusammeln. Diese Person sprechen Sie kurzerhand an und bitten Sie, Ihr Messer zu übernehmen. Der Vorteil ist, dass die Person direkt über das Vorhandensein eines Messers informiert ist und sich entsprechend schützen kann.

Auch Sozialkaufhäuser nehmen alte Küchenmesser gerne an. Diese werden zunächst vor Ort aufgearbeitet und geschärft und dann an Personen aus sozial schwachen Schichten weitergegeben. So erfüllt Ihr Messer nach seiner Entsorgung sogar noch einen guten Zweck.

Hat der Anruf bei der zuständigen Behörde ergeben, dass Sie bei einer speziellen Stelle Ihr Messer entsorgen können, so ist diese Lösung optimal. Für gewöhnlich gibt es bei der regionalen Mülldeponie einen Bereich für Metallschrott. Die hier arbeitenden Fachkräfte nehmen alte Küchenmesser aus Ihrem Messerblock an und führen Sie dem Entsorgungskreislauf sicher zu. Je nach Region fallen hierbei Kosten an, über die die zuständigen Mitarbeiter Sie jedoch im Vorhinein informieren.

Fazit: Unüberlegtes Handeln ist gefährlich

Bevor Sie Ihr altes Küchenmesser entsorgen, lohnt sich ein Anruf bei einer fachkundigen Behörde in jedem Fall. So können Sie sicher sein, dass Sie das Messer an der richtigen Stelle abgeben, ohne dabei gegen geltende Bestimmungen zu verstoßen. Es ist nicht zu empfehlen, ein Messer „auf gut Glück“ zu entsorgen, denn passiert doch etwas, machen Sie sich im Nachhinein große Vorwürfe.

Übrigens: gerade teure Messer sind auf eine lange Lebenszeit ausgelegt. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Schneidwerkzeugen haben, empfehlen wir Ihnen Schneidebretter aus Holz als Unterlage zu verwenden und Ihre Messer regelmäßig mit einem Messerschärfer zu behandeln.

Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.